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Schuldgefühle

Verstoßen wir gegen unsere eigenen inneren Regeln, Gebote und Verbote entstehen bei uns Schuldgefühle.
„Man entgeht wohl der Strafe, nicht aber dem Gewissen“, sagt ein deutsches Sprichwort.
Somit fühlen wir uns schlecht, wenn wir glauben, eine Pflichtverletzung, eine Unachtsamkeit oder einen Fehltritt getan zu haben.
Emotional belastend ist es auch, wenn uns jemand das Gefühl gibt, an einem negativen Ereignis Schuld zu sein oder versucht uns emotional zu erpressen.
Schuldgefühle zeigen sich z.B. durch:
Zweifel
„Mache ich genug für meine Eltern, meine Kinder, meine Freunde, für meinen Job?“
„Hätte ich das Unglück durch eine andere Handlungsweise noch verhindern können?“
Schlechtes Gewissen
„Ich habe zu viel gearbeitet, anstatt Zeit mit meiner Familie zu verbringen.“
„Ich habe heute gefaulenzt, obwohl ich hätte aufräumen müssen.“
Gewissensbisse
„Ich hatte Streit mit einem Familienmitglied bevor er starb, jetzt kann ich mich nicht mehr entschuldigen.“
„Ich habe wieder zu tief ins Glas geguckt, wie komme ich nur weg von der Flasche?“
Schlechtes Gefühl
„Ich fühle mich mit meiner Entscheidung, meine Mutter/ Vater ins Pflegeheim gegeben zu haben, nicht wohl.“
„Ich fühle mich schlecht, weil ich meine Familie belogen habe.“
Reue
„Ich bereue es, mein Kind geschlagen zu haben.“
„Ich bereue es, Raubbau mit meinem Körper betrieben zu haben.“

Wenn wir etwas Unrechtes angestellt haben ist ein Schuldbewusstsein völlig normal. Wir empfinden negative Gefühle, möchten uns entschuldigen und/ oder die Tat wieder gut machen.
Bei einer Überbewertung unserer „Verfehlung“ erleben wir die negativen Gefühle zumeist stärker und länger andauernder.
Verzeihen wir uns die „Missetat“ nicht, können uns die Schuldgefühle sogar nachhaltig quälen.